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Harzfahrt der Marinekameradschaft vom 04.-07.09.2020

Bereits im Sommer 2019 hatten Iris und Holger Quentin für Anfang September 2020 eine 3-Tagesfahrt der MK Göttingen nach Sachsen-Anhalt in den nordöstlichen Harz geplant.

Aber dann kam im Jahr 2020 die Corona-Pandemie und es war fraglich, ob die Fahrt überhaupt stattfinden konnte. Ende Mai wurden daher die Interessenten nochmals abgefragt, um ggf. die Hotelbuchung komplett zu stornieren – aber es gab nur wenige Absagen, denn alle hofften wieder auf etwas Normalität.

So ging es dann nach einer kurzfristigen krankheitsbedingten Absage mit insgesamt 22 Teilnehmern auf Reise mit Zielen der „Straße der Romanik“ sowie der „Gartenträume Sachsen-Anhalt“; statt wie ursprünglich vorgesehen mit angemieteten Kleinbussen allerdings letztendlich in Fahrgemeinschaften mit Privat-PKW.

Erstes Zusammentreffen aller Teilnehmer war auf dem Parkplatz „Brockenblick Süd“ an der A36, wo es das traditionelle gemeinsame Frühstück gab – wegen der Corona-Hygienebestimmungen allerdings nicht als Buffet, sondern vorportioniert. Nicht zu blicken war allerdings der Brocken, denn dichte Wolken hingen über dem Harz.

Frisch gestärkt ging es dann weiter zum ersten Ziel, der Glasmanufaktur „Harzkristall“ in Derenburg, einem ehemaligen VEB, inzwischen eine Stiftung. Nach einer interessanten Führung, bei der man allerhand Wissenswertes über die Glasherstellung erfuhr, gab es noch ausreichend Zeit, sich die Verkaufsausstellung anzusehen.

Weiter ging es zur Besichtigung der romanischen Gernröder Stiftskirche, einem der bedeutendsten ottonischen Architekturdenkmale in Deutschland, mit anschließender Freizeit, bevor am späten Nachmittag die Fahrt zum Parkhotel „Schloß Meisdorf“ in Meisdorf mit Zimmerbezug anstanden. Der Tag endete mit einem Abendessen im Restaurant und anschließendem gemütlichen Beisammensein.

Der Samstag startete mit einem „Corona-Frühstück“: Statt eines Buffets gab es vier verschiedene Frühstückszusammenstellungen, jeweils auf einem Holztablett serviert, die am Vorabend bestellt werden mussten. Frisch gestärkt führte die Fahrt dann nach Ballenstedt zum Schloss, der Residenz der Fürsten von Anhalt-Bernburg und die Sommerresidenz der Herzöge von Anhalt. Ein Spaziergang führte zuerst auf die Außenterrasse mit landschaftlichem Fernblick und anschließend durch den Schlosspark. Dieser war wie so viele Parkanlagen, u. a. Sanssouci in Potsdam, von Peter Joseph Lenné gestaltet worden.

Dort teilte sich dann die Gruppe: Während die einen wieder zu den Fahrzeugen zurückgingen, um mit den PKW zum nächsten Ziel zu fahren, wanderten die Übrigen die ca. 2,5 Km zur „Roseburg“, einem 1908 fertiggestellten Burgneubau mit Landschaftspark. Gemeinsam ging es dann am frühen Nachmittag nach einer kleinen Stärkung im Burgcafe zurück zu den übrigen Fahrzeugen und zum nächsten Ziel, der Burg Falkenstein.

Vom Parkplatz am „Gartenhaus“ hoch über dem Selketal ging es mit einem kleinen Bähnchen zum „Falkenstein“, einer hochmittelalterlichen Höhenburg auf den Höhenzügen des Unterharzes. Durch die Corona-Zutrittsbeschränkungen gab es für die dortige Besichtigung täglich drei feste Zeitfenster mit zwischenzeitlichen Desinfektions-Schließungspausen. Zusätzlich gibt es dort auch eine Falknerei und die Flugvorführung der Greifvögel gehörte mit zum Besichtigungsprogramm in der Burg. Nach ausgiebigem Burgrundgang führte die Fahrt anschließend wieder mit dem Bähnchen zurück zu den Fahrzeugen und von dort dann zurück zum Hotel. Auch dieser Tag endete wieder mit einem Abendessen im Restaurant und anschließendem Beisammensein.

Sonntag führte die Fahrt nach wieder ausgiebigem Frühstück und dem Auschecken zuerst zu den „Gegensteinen“, einer Felsformation nördlich von Ballenstedt und östliches Ende der bekannten „Teufelsmauer“. Die Wanderer in der Gruppe machten sich auf den etwas beschwerlichen Weg zum „Großen Gegenstein“, der für Felsklettern genutzt werden darf, aber dessen Gipfel auch über eine etwas anstrengend zu begehende Treppe erreichbar war. So konnte das Gipfelkreuz auch von einigen Mitreisenden erklommen werden!

Eine einmalig schöne Fernsicht – auch der Brocken war erstmals in den drei Tagen zu sehen – belohnte für die Mühen. Aber auch die Motocross-Strecke unterhalb der Felsformation sorgte in der Gruppe für großes Interesse, waren die Fahrzeuge doch vom Parkplatz nur zu hören, aber nicht zu sehen…

Die Weiterfahrt führte mit kurzem Fotostopp in Timmenrode, wo man einen sehr schönen Blick auf die Felsformationen der „Teufelsmauer“ hat, in die ehemalige Residenzstadt Blankenburg mit Schlosspark und Barocken Gärten. Holger Quentin verabschiedete dort vor der individuellen Besichtigung die Gruppe, so dass sich jeder nach eigenem Ermessen anschließend wieder auf den Heimweg machen konnte.

Trotz gewisser Einschränkungen, z. B. Eintrittszeitenfenster mit Desinfektionspausen, ließ sich diese Gruppenreise gut bewerkstelligen. Viele Besichtigungsziele waren zudem außerhalb geschlossener Räume und auch das Wetter hat mitgespielt. Und auch die Einhaltung der Maskenpflicht war bei den Besichtigungen auch kein großes Problem.

Die Ziele konnten einen kleinen Einblick in jeweils drei Stationen der „Straße der Romanik“ sowie der „Gartenträume Sachsen-Anhalt“ geben.

Text: Holger Quentin

Fotos: Iris Quentin


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